Peter Fanger 

Chorleiter portrait

 geboren 1946 in Berlin, 

studierte das Fach Chordirigieren an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Anschließend arbeitete er als Chorassistent am Deutschen Nationaltheater Weimar. Während dieser Zeit absolvierte er an der Hochschule „Franz Liszt“ in Weimar ein Orchesterdirigierstudium.

Ein erstes Engagement als Kapellmeister führte ihn zur Suhler Philharmonie. Er gründete dort die Singakademie und leitete das Kammerorchester der Technischen Hochschule Ilmenau. Es folgte 1983 ein Engagement am Kleist-Theater Frankfurt/Oder als Chordirektor mit Dirigierverpflichtung. In dieser Zeit übernahm er auch des öfteren Einstudierungen und Produktionen mit dem Rundfunkchor Berlin. 1984 gründete Peter Fanger das Collegium Musicum mit Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Frankfurt.
1987 wurde Peter Fanger zum Chefdirigenten der Riesaer Symphoniker berufen und 1993 zum Generalmusikdirektor der Elbland Philharmonie ernannt. Mit dem Orchester unternahm er zahlreiche Tourneen im In- und Ausland. Er selbst gastierte als Dirigent in Rumänien, Polen, Tschechien und bei vielen Orchestern in Deutschland, wie z.B. der Dresdner Philharmonie, den Münchner Symphonikern, dem Saarländischen Jugendorchester, der Jenaer Philharmonie, der Thüringen Philharmonie Gotha sowie der Staatskapelle Schwerin. 2006 beendete er seine Tätigkeit als Chefdirigent der Neuen Elbland Philharmonie. Anschließend übernahm er zeitweise eine Professur an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden, wo er als musikalischer Leiter der Opernklasse arbeitete.
Seit Februar 2010 ist Peter Fanger freiberuflich tätig. Er übernahm aushilfsweise Proben beim Chor der Frauenkirche Dresden und arbeitete daneben in der Musical-Werkstatt „Oh-Töne“ in Dresden als Korrepetitor und Chordirigent.
Nach dem plötzlichen Tod von Kantor Matthias Backhaus wurde Peter Fanger im Dezember 2009 mit der musikalischen Leitung des Chores „Concentus vocalis St. Lukas“ an der Lukaskirche in Dresden betraut und übernahm im Januar 2010 auch die Leitung des Gospelchores an der Lukaskirche. Die Tätigkeit an der Lukaskirche bei beiden Chören endete im Juli 2011. Seit dem Herbst 2011 übernahm er die Proben des Sinfoniechores der Semperoper Dresden und gründete den Kammerchor Camerata Cantorum.

Im November 2016 übernahm er die Chorleitung des neuformierten concentus vocalis Dresden.

 

 

 

Katharina Pfeiffer

2011 wurde Katharina Pfeiffer Kantorin der Lukaskirche und damit auch Leiterin des concentus vocalis St. Lukas.

In der fast 5-jährigen Zusammenarbeit mit dem Chor erarbeitete Katharina Pfeiffer Werke, die auch für den Chor einen großen Ansporn und Herausforderung bedeuteten. Dies war unter anderem die Einstudierung der Matthäuspassion von Heinrich Schütz, ein a-cappella Werk, das der Chor in Dresden und Weimar aufführte. Neben Bach, Zelenka und Brahms brachte der Chor auch das 1985 entstandene Requiem von John Rutter dem Publikum nahe.

Im Jahre 2016 endete diese musikalische Zusammenarbeit mit der Gründung des Vereins concentus vocalis Dresden e.V.

 

 

Matthias Backhaus

Backhaus 1997 1
Diplom-Kirchenmusiker

Gründer und Leiter des concentus vocalis St. Lukas seit 1993
Geboren 1961 in Bremen.
1980-1990 Studium an den Staatlichen Musikhochschulen in Lübeck und Wien (A-Examen).
Seit 1991 Kantor an der Lukaskirche
Gestorben 2009 in Berlin

Musikalische Ideen für einen ganzen Chor
"Einer meiner Schwerpunkte ist die Arbeit mit dem concentus vocalis St. Lukas. Dabei möchte ich zeigen, dass künstlerische Arbeit und Religiosität untrennbar zusammengehören, und künstlerische Arbeit in der Kirche nicht nur ihren Platz hat, sondern dass Kirche geradezu angewiesen ist auf eine Kirchenmusik mit künstlerischem Selbstverständnis. Bei künstlerischer Arbeit sollte es vorrangig darum gehen, Kontakt zu den eigenen Emotionen zu bekommen und eine differenzierte Wahrnehmung für deren Art und Qualität zu entwickeln („Spürbewusstsein“). Dabei erfährt man, dass durch so verstandene musikalische Interpretation Textinhalt und Textbedeutung so erlebbar werden, dass die seelischen Tiefenschichten des Menschen angesprochen werden, die die Quelle einer authentischen Religiosität sind."
Dieses sein Credo hat Matthias Backhaus zeit seines kurzen Lebens beherzigt, und das war auch das Geheimnis seines Erfolgs für den großen Zulauf an Sängern zu seinem Chor. Dazu beigetragen hat auch die vielfältige Auswahl der einzustudierenden Werke: Bachsche Passionen genauso wie für die Ohren der Zuhörer ungewohnte Klänge.
Zum Repertoire des Chores in Backhaus‘ Zeit gehörte die klassische Literatur wie Bachs Weihnachtsoratorium, Matthäuspassion. Händels Messias. Aber auch das Verdi-Requiem, das Requiem von Dvořák oder “The Dream of Gerontius“ von Edward Elgar. Doch dazu kamen für den Chor und die Zuhörer neue, unbekannte, sehr beeindruckende Werke. Es seien hier nur genannt das Requiem von Alfred Schnittke, das Requiem von Erkki Sven Tüür oder „A Child of Our Time“ von Michael Tippett. In den knapp siebzehn Jahren seiner Tätigkeit hat Matthias Backhaus mit dem Chor allein mehr als 40 große Werke aufgeführt. Genannt werden sollten aber auch Leonard Bernsteins „Chichester Psalms“ und Arthur Honeggers „König David“. Letzteres hat der Chor in der neuen Synagoge aufgeführt.
Konzerte des Chores führten uns mit ihm nach Magdeburg, Bochum, Wien und Rom.